Schmerzentstehung verstehen

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Weil Wissen dir Kontrolle über deinen Körper zurückgibt

Bye Unterleibsschmerzen & mehr

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Leidest du an starken Regelschmerzen, chronischen Unterbauchbeschwerden und begleitenden Menstruationsbeschwerden? Dann schau dir jetzt unbedingt das folgende Video an:

Schmerzentstehung verstehen

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Wie entstehen Unterleibsschmerzen?

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Im Folgenden möchte ich dir einen ersten Eindruck davon geben, welche Prozesse, Organe, körpereigenen und körperfremden Stoffe an der Entstehung von starken Regelschmerzen, chronischen Unterleibsschmerzen, begleitenden Menstruationsbeschwerden und mehr beteiligt sein können. Leider spielen diese aus der Medizin-Wissenschaft bekannten Zusammenhänge in der angewandten und durch die Krankenkassen gestützten klassischen Schulmedizin sowie in der gynäkologischen Behandlung nur selten eine Rolle.

Unterleibsschmerzen entstehen durch das Zusammenziehen deiner Gebärmutter-Muskulatur, in der Fachsprache auch Kontraktionen genannt. Sie werden durch sogenannte Prostaglandine ausgelöst. Das sind Gewebshormone, die in deiner Gebärmutterschleimhaut gebildet werden. Dieses Prinzip lässt sich grundsätzlich auch auf gärmutterschleimhautähnliches Gewebe in der Gebärmutter-Muskulatur (Adenomyose) oder in diversen Organen außerhalb der Gebärmutter übertragen (Endometriose).

Die Menge und die Art der Prostaglandine bestimmen die Stärke deiner Schmerzen. In Abbildung 1 markieren die grünen Fünfecke die unproblematischen und die roten die schmerzauslösenden Prostaglandine. Die Produktion der Letzteren kann besonders durch entzündungsfördernde Formen des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen getriggert werden.

Gebärmutter-Zeichnung

Die wichtigsten Hormone im Überblick

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Dein Hormonstatus spielt eine entscheidende Rolle bei Unterleibsschmerzen. Neben Östrogenen gibt es noch ein paar weitere Hormone, die ebenfalls Einfluss auf die Schmerzentwicklung ausüben können (s. Abb. 2).

Hormon-Trigger Regelschmerzen

Östrogene

Östrogene entstehen durch einen komplexen Umwandlungsprozess in deinen Zellen. Grob erklärt wird dabei das Hormon Testosteron mithilfe eines Enzyms namens Aromatase in Östrogen umgewandelt.

Vielleicht fragst du dich jetzt: Ist Testosteron nicht ein männliches Geschlechtshormon? Alle Hormone, egal ob weiblich oder männlich, kommen bei Frau und Mann vor. Was die Geschlechter voneinander unterscheidet ist deren Konzentration und das Verhältnis der Hormone zueinander.

Östrogene werden überwiegend in den Eierstock-Zellen gebildet. Ein großer Teil entsteht aber auch im Fettgewebe.

Insulin

Das von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttete Insulin nimmt in diesem Szenario die Rolle eines Strippenziehers ein. Dieses lebenswichtige Hormon triggert die Testosteronproduktion und die Aromatase-Aktivität – und somit auch die Umwandlung von Testosteron in Östrogen.

Das bedeutet: Je mehr Insulin, desto mehr Testosteron und Östrogen werden produziert. Übrigens ist einfacher Zucker einer der Stoffe, der die Insulinproduktion deutlich verstärkt.

Körperfremde Hormone

Hormone entstehen nicht nur in dir. Sie gelangen auch über äußere Quellen in deinen Körper. Diese können sowohl natürlichen wie auch künstlichen Ursprungs sein. Sie haben eine starke Ähnlichkeit mit deinen körpereigenen Hormonen und können ihre Produktion, Wirkung und ihren Abbau teils erheblich durcheinanderbringen.

Während einige von ihnen ungefährlich sind, gelten im Bezug auf Unterleibsschmerzen bestimmte synthetische Stoffe (auch Xenoöstrogene genannt) als besonders kritisch. Sie stecken z. B. in diversen Kosmetikartikeln, in Kleidung, Produkten aus Kunststoff, können aus Bodenbelägen ausdünsten und kommen in einer ganzen Reihe von Pestiziden zum Einsatz, mit denen konventionell produzierte Lebensmittel behandelt werden. Diese Xenoöstrogene stehen im Verdacht bei der Entstehung von Schmerzen als auch hormonbedingten Erkrankungen kräftig mitzumischen – tatsächlich auch bei Männern!

Progesteron

Neben Östrogen ist Progesteron ein weiteres weibliches Geschlechtshormon. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Gebärmutterschleimhaut für eine Befruchtung und „erfolgreiche“ Schwangerschaft vorzubereiten, also ohne Abort. Während Östrogene v.a. die erste Zyklushälfte dominieren sollten, werden nach dem Eisprung vermehrt Progesterone ausgeschüttet. Die sogenannten Gonadotropine Follitropin (kurz FSH) und Luteotropin (kurz LH), die in der Hirnanhangdrüse produziert werden, steuern die Hormonausschüttung (s. Abb. 3).

Hormone im Zyklus

Progesteron stellt den Gegenspieler zu Östrogen dar und hat u.a. eine entzündungshemmende Wirkung. Daher kann Progesteron ein Zuviel an entzündungsfördernden Östrogenen ausbalancieren und damit Unterleibsschmerzen und weiteren hormonbedingten Krankheiten entgegenwirken.

Überwiegt Östrogen, ist von einem (relativen) Progesteronmangel die Rede. Dafür müssen die Hormonspiegel objektiv übrigens nicht erhöht oder erniedrigt sein. Entscheidend ist das Verhältnis beider Hormone zueinander.

Wer anfängt seine Symptome zu verstehen, beginnt zu heilen.

Wie deine Leber und dein Darm die Schmerzen beeinflussen

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Um die Schmerzentstehung verstehen zu können, muss dein Körper als Ganzes betrachtet werden. Deine Leber und dein Darm stellen dabei zwei Schlüsselorgane dar.

Leber

Nachdem Östrogene in deinen Blutkreislauf abgegeben wurden und in deinem Körper ihre Wirkung entfaltet haben, werden sie von deiner Leber abgebaut – eine von Hunderten Aufgaben, die deine Leber tagtäglich für dich durchführt.

Ist das Organ nicht imstande, Östrogene vollständig abzubauen, können die Hormone in der Folge entzündungsfördernde Formen annehmen, die wiederum maßgeblich an der Schmerzentstehung beteiligt sein können.

Dieser Umstand ist weiter verbreitet als man vermuten mag. Die Gründe hierfür sind recht vielfältig. Beispiele sind Mängel an bestimmten Makro- und Mirkonährstoffen sowie Hormonresistenzen, die Leberfunktionsstörungen verursachen können. Auch und insbesondere die exponentiell steigende Schadstoffbelastung, die aufgrund der weltweiten Industrie- und Lebensmittelwirtschaft immer stärker zunimmt, belastet die Entgiftungsleistung der Leber und damit auch den Hormonabbau.

Darm

Dein Darm ist die wichtigste innere Schutzbarriere gegen die Außenwelt und beheimatet über 70 % deiner Immunzellen. Entscheidend dabei ist dein Mikrobiom bestehend aus Billionen von Kleinstlebewesen aller Art. Wird es in der Zahl von krankmachenden Bakterien, Pilzen, Viren und Einzellern dominiert (das wird auch Dysbiose genannt), kann deine Darmschleimhaut so löchrig werden wie ein Schweizer Käse. Das wird auch Leaky Gut genannt.

Aber auch Pestizide, Schwermetalle, Konservierungsstoffe, Alkohol, Medikamentenrückstände, Zigarettenrauch und kritische Nahrungsmittelbestandteile, auch „Antinährstoffe“ genannt, können deiner Darmwand zusetzen bzw. durch die Darmzellen über den Blutkreislauf in deinen Körper gelangen.

Diese Stoffe belasten nicht nur deine Leber, die diese entgiften und abbauen muss, sondern rufen auch dein Immunsystem auf den Plan. Es hat die Aufgabe, schädliche Fremdstoffe zu bekämpfen und dich so zu schützen. Das Problem: Je aktiver das Immunsystem ist, desto intensiver verlaufen Entzündungsreaktionen ab. Und da Schmerzen eine Folge von Entzündungen sind, können sie durch ein übermäßig aktiviertes Immunsystem deutlich verstärkt werden.

Neben Entzündungs- und Schmerzprozessen können diese Zusammenhänge auch zur Entwicklung diverser chronischer Krankheiten beitragen, deren Inzidenz in unserer Gesellschaft stetig zunimmt. Eine ganzheitliche Herangehensweise hat daher nicht zuletzt auch ein präventives Potential, das vor diversen körperlichen und psychischen Erkrankungen schützen, das Energielevel und die Konzentrationsfähigkeit steigern, die Haut klären sowie Alterungsprozesse – sowohl optisch wie auch auf Zellebene – verlangsamen kann.

Entscheidende Organe bei Unterleibsschmerzen

„Deine Schmerzen sind Boten – höre auf sie.“

Rumi

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höre auf sie.“

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